Bodenlehrpfad am Todtenbruch / Maulwurfpfad

Maulwurfpfad2003 wurde der Bodenlehrpfad am Todtenbruch bei Hürtgenwald eröffnet.

Bei frühlingshaftem Wetter haben wir den barrierefreien Pfad inspiziert.

Start war der Wanderparkplatz in der Nähe des Hauses Ringstraße 23
(N50 40.505 E6 18.963)

.

Vom Parkplatz aus geht es zuerst über einen Schotterweg, vorbei an einem Gedenktstein zu den ersten Siedlern von Raffelsbrand etwas aufwärts.

Raffelsbrand wurde erst nach dem zweiten Weltkrieg besiedelt. Bei den Kämfpen im Hürtgenwald wurde der Wald hier so sehr zerstört, dass er nicht mehr aufgeforstet werden konnte. Es entstand eine landwirtschaftliche Fläsche und die Siedlung Raffelsbrand.

Rutschgefahr

Nach ca. 350 m geht es dann rechts auf den Holzsteg durch das Moor.
Über den Hinweis der Rutschgefahr bis zum 31.03.14 haben wir uns ganz diskret hinweggesetzt. (es war auch nur auf einem kleinem Stück zum Ende hin im Buchenwald kurz ein wenig glatt)

Insgesamt befinden sich auf dem Lehrpfad 6 Aufgrabungen, wo die verschiedenen Schichten des Moorbodens gut erkennbar sind. An allen Aufgrabungen befinden sich Infotafeln mit näheren Informationen über die Pflanzen/Tiere und Boden des Hochmoores.

Nach weiteren 200 m kann man links einen Abstecher zum Bunker machen.

Zum Bunker geht es durch einen Birkenwald immer mit Blick auf ein Windrad.

Bunker im Todtenbruch
Der Westwall wurde im Frühjahr 1940 im Bereich Aachen – Nordeifel in zwei Linien als Stellungsfronten gebaut.

Westliche Linie:  Rot-Lammersdorf-Simmerath
Östliche Linie:    Zweifall-Todtenbruch-Kallbrück
Zu dieser Linie gehört dieser Bunker mit zwei benachbarten (363  u. 365)

Das 1. Batalion/60 Infranty-Division sollte von Zweifall aus durch das Gieschbachtal nach Südosten den Todtenbruch nehmen und von dort aus die Hauptstraße nach Lammersdorf etwa bei Germeter abschneiden. Am 20.09.1944 erreichten die amerikanischen Truppen den Nordwestrand des Todtenbruchs. Es ergaben sich jedoch unerwartete Schwierigkeiten mit dem waldreichen und sumpfigen Gelände. Sie mussten zum ersten Mal einen für sie bisher völlig ungewohnten Waldkampf führen. Vor allem die Bunker 363-365 hier waren hart und verlustreich umkämpft.

Am 26.09.1944 war der Todtenbruch weitgehend in amerikanischer Hand.

Erst nach dem Krieg wurden die Bunker von den Alliierten gesprengt, damit sie nicht noch einmal militärische Bedeutung erlangen können.
(Quelle: Hohenstein/Trees – Hölle im Hürtgenwald)

Wieder zurück durch den Birkenwald geht es dann weiter durch das Sumpfgebiet, vorbei an weiteren Aufgrabungen, bis zur Überquerung der Ringstraße.
Nachdem die Straße überquert ist geht es durch einen Buchenwald weiter über Holzstege zurück zum Parkplatz.

Mehr Information zum Bodenlehrpfad Todtenbruch findet ihr hier:

Begleitbroschüre PDF
Anfahrt und Wegbeschreibung

Bunker
Bodenlehrpfad
Barrierefrei
Pflanzenvielfalt im Todtenbruch
GPS Track
Film
Bei Schnee [1] [2] [3] [4]

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2 Antworten zu Bodenlehrpfad am Todtenbruch / Maulwurfpfad

  1. Elke Bitzer schreibt:

    Das sieht sehr interessant aus.
    Für eine Wanderung mit Hund ist das leider nicht geeignet, sonst wäre dieser Bereich schon auf meiner To do Liste.
    Schön, dass du dich draußen herum treibst.
    Liebe Grüße
    Elke

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